Begegnung mit dem Guru – zwei westliche Yoga-Meister erzählen

Es ist immer wieder interessant zu hören, wie Aspiranten zu ihrem Yoga-Meister, zu ihrem Guru, gefunden haben. Da werden die spirituellen Prinzipien besonders spürbar. Manchmal spürt man die Gegenwart des Lehrers, wenn die Schüler über ihren Lehrer sprechen. Die Hingabe ist oft ansteckend – das eigene Herz öffnet sich.

In unterem Yoga-Video sprechen Narayani und Madhana über ihre Begegnung mit ihrem Guru, Swami Vishnu-devananda. Narayani wohnt in London, stammt aus Irland, lebte viele Jahre in Amerika, insbesondere in New York.

Madhana Mohan stammt aus Vigo, Galizien, Spanien. Er leitet das Sananda Yoga Center dort.

Beide haben viele Jahre bei Swami Vishnu-devananda (1997-1993) gelebt und von ihm gelernt.

Hier also jetzt das Video:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=9Mlkk9LaOh[/youtube]

Der Guru als Überbringer des Lichtes

Ein weiteres Yoga-Video: Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, spricht über den Guru als Überbringer des Lichtes. Guru heißt ja wörtlich „derjenige, der den Schleier der Dunkelheit lüftet“ – letztlich derjenige, der das Licht bringt. Das ist mindestens eine der vielen Bedeutungen des Wortes Guru.

Unterer Vortrag ist recht kurz. Er ist eine Interpretation des Liedes „Jyota se Jyto Jagavo – Sadguru Jyota Se Jyota Jagave“. Dieser Vortrag ist eine Aufnahme aus dem Morgen-Satsang bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Hier also das Video:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=1oZq-eCuWmw[/youtube]

Was Swami Satyananda von Swami Sivananda gelernt hat

Swami Satyananda-mit-segnender-handSwami Satyananda, Begründer der Bihar School of Yoga, Begründer des Satyananda Yoga Systems, Inspiration der Satyananda Yoga Zentren, war einer der großen Yoga Meister des 20. Jahrhunderts. Swami Satyananda ist Autor von über 80 Büchern, darunter das Buch „Asana Pranayama Mudra Bandha“, eines der am meisten genutzten Yoga Handbücher bis heute. Swami Satyananda war einer bekanntesten Schüler von Swami Sivananda. Swami Satyananda wurde am 24.12. 1923 in Almora in Uttaranchal an den Fußbergen des Himalaya geboren. Swami Satyananda verließ dieses irdische Leben am 5. Dezember 2009 in Rikhiapeeth, Jharkhand.

Die Jugend von Swami Satyananda

Swami Satyananda wurde geboren in eine Familie von Bauern und Landbesitzern (Zamindars). Er genoss eine klassische Erziehung und studierte Sanskrit, die Veden und die Upanishaden. Schon im Alter von sechs Jahren hatte Swami Satyananda seinee rsten spirituellen Erfahrungen. Swami Satyananda verließ das Bewusstsein des physischen Körpers und sah sich selbst von oben. Viele Heilige und Sadhus gaben Swami Satyananda seinen Segen. Die bekanntesten Meister, die er als Kind und Jugendliche traf, waren Ananada Mayi Ma und Sukhman Giri, ein Tantra Meister der Bhairavi Tradition, der ihm Shaktipat gab, also Swami Satyanandas Kundalini erweckte und ihn dazu ermunterte einen Guru zu suchen und zu finden.

Swami Satyananda und sein Guru, Swami Sivananda

Im Alter von 18 Jahren verließ Swami Satyananda sein zuhause um seinen spirituellen Meister zu suchen. Schon ein Jahr später, 1943, fand er seinen Guru in Swami Sivananda und lebte 12 Jahre lang in dessen Ashram. Swami Sivananda gab ihm auch seinen Namen, nämlich Swami Satyananda Saraswati und weihte ihn ein als Paramahamsa Sannyasin des Saraswati Zweigs des Dashanami Ordens in der Tradition von Shankaracharya. Swami Satyananda diente seinem Meister 12 Jahre lang in verschiedenen Abteilungen des Ashrams. 1956 wurde er von Swami Sivananda bzw. dessen älteren Schülern gebeten, den Ashram zu verlassen, ähnlich wie Swami Nityananda. Swami Satyananda, Swami Nityananda und Swami Vishnu-devananda waren eine Generation von Schülern, die etwa zur gleichen Zeit in den Sivananda Ashram kamen und ihn auch wieder verließen, noch zu Lebzeiten ihres Gurus. Alle drei wurden sehr aktiv. Swami Vishnu-devananda gründete die Sivananda Yoga Vedanta Zentren, Swami Nityananda die Sivananda Vidya Bhavan – und Swami Satyananda die Bihar School of Yoga.

Swami Satyananda und die Bihar School of Yoga

1956 begann Swami Satyananda sein Wandermönchsleben als Parivrajaka, Wandermönch. Er ging von Ort zu Ort, reiste durch Afghanistan, Nepal, Burma, ganz Indien und Sri Lanka. In dieser Zeit praktizierte Swami Satyananda immer wieder intensiv – und saugte die Lehren vieler anderer Meister auf. Nach dem Mahasamadhi von Swami Sivananda, 1963, ließ er sich nieder in Munger, im indischen Bundesstaat Bihar. Swami Satyananda gründete dort die Bihar School of Yoga sowie die International Yoga Fellowship.

Swami Satyanandas Weltreisen

Seit Mitte der 60er Jahre reiste Swami Satyananda durch die ganze Welt. Insbesondere in Europa, Australien, Neuseeland, Japan, Singapur und Kolumbien entstanden Satyananda Yoga Zentren. Swami Satyananda schrieb viele Bücher – manche schrieb er selbst, manche entstanden aus Mitschriften seiner Vorträge.

Die zweite Entsagung Swami Satyanandas

1983 – 1988 übergab Swami Satyananda die Leitung der Bihar School of Yoga an seinen Nachfolger, Swami Niranjananda Saraswati. 1988 verließ er endgültig Munger, wanderte wieder ein paar Monate durch Nordindien. 1989 ließ er sich nieder in Rikhia, Deoghar, Jharkhand, um in Einsamkeit zu praktizieren. Swami Satyananda probierte verschiedene Veda Sadhanas aus, wie Panchagni Tapas. Swami Satyananda vollführte auch ein 12 Jahre dauerndes Rajasuya Yajna, und zwar von 1995-2007. Swami Satyananda nahm immer mehr Zuflucht zum göttlichen Namen, zu Kirtan und Japa. Er engagierte sich im uneigennützigen Dienst und gründete einen gemeinnützigen Verein, der sich um die Bedürfnisse der örtlichen Bevölkerung kümmerte. Schließlich übergab er all seine spirituelle Kraft an Swami Niranjananda in einem großen Ritual und verließ am 5.12.2009 seinen Körper, erreichte Mahasamadhi.

Die Lehren von Swami Satyananda

Swami Satyananda lehrte den „Integral Yoga“, den er von seinem Guru, Swami Sivananda, gelernt hatte, integrierte aber viele Elemente, die er von seinen anderen Meistern, insbesondere den Tantra Gurus, gelernt hatte. Er entwickelte seinen eigenen Stil von Kriya Yoga, Kundalini Yoga und Hatha Yoga, um die alten Lehren dem modernen Menschen zugänglich zu machen. Insbesondere in seinen Büchern über diese Themen hat Swami Satyananda seine Tantra Lehren für den heutigen Aspiranten festgehalten. Seine Tantra Meditationen sind bis heute ein Juwel für jeden ernsthaften spirituellen Aspiranten.

Für die „große Masse“ lehrte Swami Satyananda Yoga Nidra und die Pavana Muktasanas. Yoga Nidra ist eine Form der Tiefenentspannung. Die Pavana Muktasana eine Serie von einfach zu praktizierenden Gelenkübungen.

Auch die Asanas und Pranayamas in der Satyananda Tradition sind einfach zu praktizieren. Nur wenn es an die Mudras, Bandhas, die Tantra Meditationen und den Kriya Yoga geht, wird die Praxis komplexer und ist dem fortgeschrittenen Aspiranten vorbehalten.

Dem spirituellen Aspiranten, der sich nicht auf die komplexen Kriyas einlassen wolle, empfahl Swami Satyananda Mantra Yoga: Japa und Kirtan – also Mantra Meditation und spirituelles Singen.

Dr. Nalini Sahay über Swami Satyananda

Dr. Nalini Sahay ist eine direkte Schülerin von Swami Satyananda. Viele Jahre verbrachte sie in der Nähe seiner Ashrams, begleitete ihn auf Reisen, lebte auch immer wieder für ein paar Jahre in Swami Satyanandas Ashrams. Dr. Nalini Sahay kommt regelmäßig in die Yoga Vidya Zentren und Ashrams in Deutschland und integriert so Swami Satyanandas Lehren in das Yoga Vidya System. Hier eine Video eines Vortrags über Swami Satyananda von Dr. Nalini Sahay, den sie im Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg gegeben hat.

Dr. Nalini Sahay spricht darüber, wie ihr Guru Swami Satyananda von seinem Guru Swami Sivananda gelernt hat. Es ist oft besonders inspirierend, wenn eine indische Yogalehrerin über ihren Guru spricht – da spricht so viel Liebe und Respekt. Schaue dir das selbst an:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=WUbFY3P7vAU[/youtube]

 

Mit diesem Video haben wir mit einer Serie von Videos gebonnen zum Thema Guru. Die letzten Video Blog Einträge waren ja zum Thema Karma Yoga. Dieser Blog hat drei Haupt-Themen: Karma, Guru und Chakra.

Karma Yoga und Vedanta: Yoga im Alltag

Yoga ist ein ganzheitliches System. Yoga ist für viele einfach gesundes Leben. Yoga ist aber mehr, wie vermutlich jeder Leser dieses Blogs weiß. Yoga heißt spirituelles Leben. Yoga heißt zu erkennen: Du bist das unsterbliche Selbst, der Atman. Zu erkennen heißt, aus diesem Geist heraus zu leben. Yoga muss sich immer im Alltag bewähren. Hier also ein weiteres Yoga-Video: Sukadev spricht zum Thema „Spirituelles Leben im Alltag – Jnana Yoga, Vedanta und Karma Yoga“

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=eC_E9Ev-yMI[/youtube]

Ach ja, noch eine kleine Worterklärung: Vedanta heißt „das Ende des Wissens“. Vedanta ist die Philosophie hinter dem Jnana Yoga, dem Yoga des Wissens.

Sukadev zum Thema Karma Yoga – weiteres Video

Hier siehst du Sukadev, wie er über Karma Yoga spricht. Dieses Video ist Teil einer Video-Reihe über die sechs Yoga-Wege. In diesem Blog hast du ja schon den Vortrag von Sukadev über alle sechs Yoga-Wege gesehen. Sukadev hat einen recht umfassenden Ansatz, wenn er über Karma Yoga spricht – auch wenn es nur 5 Minuten sind, wie hier: Karma Yoga heißt Enthusiasmus. Karma Yoga heißt, aktiv werden. Karma Yoga heißt, seine Talente zu entfalten. Karma Yoga heißt, liebevoll mit anderen umzugehen. Karma Yoga heißt, loszulassen, sich von Verhaftungen zu lösen, sich als Instrument Gottes fühlen… Bevor ich dir hier alles verrate, schaue dir dieses [youtube]https://www.youtube.com/watch?v=pjWHbwp3vcE[/youtube] an:

Karma Yoga Video: Was Swami Sivananda zum Thema Karma Yoga geschrieben hat

Wieder ein Video zum Thema Karma Yoga: dieses Mal spricht Swami Atmaswaruparamananda, meist einfach Swami Atma genannt. Er liest einen Brief von Swami Sivananda, den er, vermutlich in den Vierziger Jahren, an einen Schüler geschickt hat. Swami Atma selbst ist ein Schüler von Swami Vishnu-devananda (1927-1993), der wiederum ein Schüler von Swami Sivananda (1887-1963) war. Schau dir also unteres Karma-Yoga Video an – du bekommst einige wertvolle Tipps.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=DVus1IObjpg[/youtube]

Dieser Blog scheint sich zu einem Karma Yoga Video Blog zu entwickeln. Mal sehen, was mir als nächstes einfällt…

Video zum Thema Karma Yoga: Handle enthusiastisch – aber liebevoll

Karma Yoga ist der Yoga des Handelns. Karma Yoga heißt engagiert zu handeln. Engagement mit großem Enthusiasmus – das ist das Geheimnis des Erfolgs. Sogar die moderne Hirnforschung bestätigt: Man lernt mehr, wenn man es mit Enthusiasmus tut. Bei allem Enthusiasmus ist es aber auch wichtig, mit Liebe zu handeln. Liebevoll mit allen umzugehen, die bei der Handlung beteiligt sind. In unterem Yoga-Video spricht Sukadev über dieses Thema: Enthusiastisch Handeln, liebevoll miteinander umgehen.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=N-j8ncXXxU8[/youtube]

Leela Mata spricht über Karma

Leela Mata spricht in unterem Video über Karma, das Gesetz von Ursache und Wirkung. Leela Mata ist eine Yoga-Meisterin indischen Ursprungs: Ihre Familie ist vor einigen Generationen von Indien nach British Guayana ausgewandert. Sie selbst ist zusammen mit ihrem damaligen Ehemann, Hari, erst auf die Bahamas, später in die USA ausgewandert. Sie wurden Schüler von Swami Vishnudevananda (1927-1993), eines Schülers des indischen Guru Swami Sivananda. Seit ihrer Scheidung von Yogi Hari ist Leela Mata als eigenständige Yoga Meisterin unterwegs. Sie hat ihren eigenen Ashram in Pennsylvania, nämlich „Peaceful Valley Ashram“ begründet, unterrichtet in den Yoga Vidya Ashrams und Zentren sowie in einigen anderen Yoga Zentren.

Hier also jetzt das Video zum Thema Karma:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=leTt2tjr2tc[/youtube]

Karma Yoga als Teil der sechs Yoga-Wege zu Befreiung

Im letzten Video in diesem Blog hast du einen Vortrag von Sukadev gesehen und gehört über die vier Yoga Wege. Hier ein Video, in dem Sukadev spricht über die sechs Yoga-Wege. Er beschreibt hier, wie Karma Yoga Teil des ganzheitlichen Yoga-Weges ist.

Bei der Einteilung in sechs Yogawege ist besonders wichtig: Eigentlich sind es nicht sechs verschiedene Yoga-Wege, sondern ein ganzheitlicher Yoga-Weg, der sich an die verschiedenen Aspekte des Mensch-Seins richtet:

  • Jnana Yoga richtet sich an den Intellekt, die philosophische Suche, und lehrt, wie man den Intellekt nutzt, um die Fragen des Menschseins zu ergründen
  • Raja Yoga richtet sich an die Psyche und lehrt, wie man mit seinem Denken und Fühlen umgeht
  • Bhakti Yoga richtet sich an die Emotionen und lehrt, wie man mittels Entwicklung von Gottesliebe sein Herz ganz öffnet
  • Karma Yoga richtet sich an den Wunsch nach Handlung, an die tiefe Motivation, etwas zu bewirken, und lehrt, wie man seine Schaffenskraft zum Wohl anderer einsetzt
  • Kundalini Yoga richtet sich an das Energiesystem des Menschen. Kundalini Yoga lehrt, wie man seine Energien aktivieren kann, sein Energiefeld harmonisch gestalten kann, und ausreichend Kraft für all seine Aufgaben bekommt
  • Hatha Yoga richtet sich an den menschlichen Körper. Das Instrument muss gesund und stark gemacht werden – dann gehen die anderen Yoga-Wege leichter. Und Hatha Yoga an sich hilft, die Grenzen von Körper und Geist zu transzendieren.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=1ziBMjP6_6w&feature=channel_video_title[/youtube]

Karma Yoga – einer der 4 Yoga-Wege zur Befreiung

Es gibt verschiedene Yoga-Wege zur Befreiung. Sukadev spricht in unterem Video über die 4 Yoga-Wege. Karma Yoga ist einer davon. Die vier Wege sind

  • Jnana Yoga, der Yoga des Wissens
  • Raja Yoga, der Yoga der Selbstbeherrschung
  • Bhakti Yoga,  der Yoga der Gottesliebe
  • Karma Yoga, der Yoga der Tat

Die Einteilung in diese vier Yoga Wege wurde von Swami Vivekananda um 1900 populär gemacht. In der Bhagavad Gita werden drei Yoga Wege unterschieden, nämlich Jnana, Bhakti und Karma Yoga. Und Sukadev selbst unterscheidet ansonsten gerne 6 Yoga Wege, nämlich Jnana, Raja, Bhakti, Karma, Kundalini und Hatha Yoga…

Hier also jetzt das Video – acht Minuten über Jnana, Raja, Bhakti, Karma Yoga…

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=1PnIMpc5O7g[/youtube]