Gaben an den Guru – Swami Chidananda – Inspirierender Kurzvortrag

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Diese Abhandlung rund um Themen wie Yoga, Vedanta, Spiritualität, Gaben an den Guru und Guru ist eine freie Übersetzung von Yogalehrer Sukadev einer Abhandlung von Yogi Swami Chidananda, 1916-2008, langjähriger Leiter der Divine Life Society..
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Die Gegenwart des Gurus – Swami Chidananda – Inspirationsvideo

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Dieser Vortrag rund um Inhalte wie Yoga, Vedanta, Spiritualität, Gegenwart des Gurus und Guru ist eine Ad-Hoc-Übersetzung aus dem Englischen. Sprecher Sukadev Bretz, ursprünglicher Artikel vom Yogi Swami Chidananda, 1916-2008, langjähriger Leiter der Divine Life Society..
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Der Weckruf des Gurus – Swami Chidananda – Kurzvideo

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Dieser Inspirationsvortrag rund um Inhalte wie Yoga, Vedanta, Spiritualität, Weckruf und Guru ist eine Ad-Hoc-Übersetzung von Sukadev der Niederschrift eines Vortrags von Yogameister Swami Chidanandaji Maharaj..
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Das großartigste Guru Dakshina – Swami Chidananda – Kurzvortrag

Videovortrag zum Thema: Das großartigste Guru Dakshina.. Hier das Video:

Diese Vortragsinspiration rund um Themen wie Yoga, Vedanta, Spiritualität, Guru Dakshina und Guru ist eine spontane Übersetzung von Sukadev Bretz eines Vortrags von Yogi Swami Chidananda, 1916-2008, langjähriger Leiter der Divine Life Society..
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Das Herz des Guru – Swami Chidananda – Video Vortrag

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Diese Inspiration rund um die Themen Yoga, Vedanta, Spiritualität, Herz des Guru und Guru ist eine Spontanübersetzung von Yogalehrer Sukadev einer Abhandlung von Yogameister Swami Chidananda, 1916-2008, aus Rishikesh, Himalaya..
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Essenz des Yoga

sukadev16Meister, die in den Westen kommen, sind auch unterschiedlicher Meinung. Es gibt auch solche, die sagen durchaus zum Yoga gehört der ganze Bhaktiaspekt in konkreter Form wie Mantrasingen, Pujarituale usw. dazu. Manche gehen dann noch ein erhebliches Stück weiter, als wir das hier tun und andere sagen, das ist jetzt nicht essentiell. Essentiell im Yoga ist sicherlich, wenn wir arbeiten an unserem eigenen Bewusstsein, dass wir eine Transformation des Bewusstseins erreichen wollen, dass wir zur Selbstverwirklichung kommen wollen.

Wo hört ihr so viel über Selbstverwirklichung, nicht im Radio, nicht im Fernsehen und von euren meisten Bekannten auch nicht, also müssen wir es hier vermehrt machen. Das gehört sicherlich zum Yoga dazu, ohne das gibt es kein Yoga, ansonsten hat es mit dem eigentlichen Yoga nichts zu tun, da sind sich alle durchaus einig. Aber es gibt manche, die sagen Mantras gehört nicht unbedingt dazu, die Theorie von Reinkarnation und Karma gehört auch nicht unbedingt dazu, Vedanta Philosophie im engeren Sinne gehört auch nicht unbedingt dazu, aber es geht darum, dass der Mensch an sich selbst arbeitet, seinen Geist unter Kontrolle bekommt und die Grenzen von Körper und Geist transzendiert. So kann man unterschiedlicher Meinung sein. Auch für euch selbst, für euer praktisches Leben, könnt ihr schauen, was diese Sache ist.

Essenz des Yogas: Wie kann ich das in die Praxis umsetzen? An welche Verhaltensregeln letztlich will ich mich halten? Welche Art des Lebens will ich führen, um meine konkrete Smriti und diese Sruti, die ewige Wahrheit, in mein Leben hineinzubringen.?

Auf die Puranas und die Ittihasas will ich nicht zu sehr drauf eingehen, das sind dann die großen Werke, erzählerischen Werke, Dichterwerke, Epen, Geschichten von Göttern und Helden, wo man versucht, die ewige Wahrheit in Geschichtenform hineinzubringen, in Mythen hineinzubringen, sodass das sogenannte einfache Volk, das nicht zwölf Jahre die Veden studiert hat – solange heißt es, dass man braucht, bis man die Veden versteht –, dass die auch die ewigen Wahrheiten verstehen in ihrem Alltag. Die bekannteste der Itihasas sind die Ramanaya und die Mahabharata. Und in der Mahabharata ist natürlich jetzt eine Schrift, die für Yoga besonders wichtig ist oder ein Teil der Mahabharata, nennt sich? Bhagavad Gita.

Das sind alles klassische Schriften, sehr alte Schriften. Dann gibt es noch zwei Schriften, Veden und Smriti, die später geschrieben wurden und auch für das Yoga eine Bedeutung haben Das noch zu diesen Puranas und Itihasas. Wenn wir uns ein bisschen in die alte indische Kultur hineinversetzen, da gab es weder künstliches Licht noch gab es Fernsehen und Radio auch nicht. Die Menschen haben dann Unterhaltung gesucht und gefunden in Form von Geschichtenerzählern. Und da gab es solche, zum Teil gab es sie in den Dörfern , die dort gelebt haben, die Dorfweisen, die Dorfheiligen, die haben dann die Geschichten abends, wenn die Arbeit getan war erzählt, sie haben sich dann  hingesetzt und haben z.B. Ramayana und Mahabharata) die Itihasas gelesen. Die Mahabharata ist ja riesenlang, die ist wie eine Fortsetzungsgeschichte. So wie bei uns, da gibt es auch Fortsetzungsgeschichten, allerdings weniger spiritueller Natur. Die  Lindenstraße…

Ich habe sie mir auch zweimal angeguckt. Es gibt eine übergeordnete Geschichte, die Menschen lernen langsam die Charaktere kennen, im Laufe der Jahre und Jahrzehnte und dann werden die auch älter und dann kommt mal jemand anders rein, es gibt Handlungsstränge und so ähnlich ist es auch hier. Wobei hier gibt es die verschiedenen Erzählebenen, da wird oft, wenn man irgend jemand sieht, jemand anders erzählt über Fragen und Antworten der Geschichte und dann von irgend jemand anders und dann trifft wieder jemand jemanden und dann gibt es noch eine Geschichte, es gibt bis zu fünf Erzählebenen in der Mahabharata. Aber es ist immer so, dass es ausreichend ist, dass man an einem Abend ein Thema hat, das faszinierend ist, und dass aber ausreichend Spannung ist, dass man am nächsten Abend noch mal kommen will. Und was fasziniert Menschen am meisten heute wir früher? Liebesgeschichte und Gewalt. Das ist heute so wie früher, das ist der Grund weshalb die Itihasas jede Menge Liebesgeschichten und Krieg und Gewalt haben, sonst hätten die Menschen nicht zugehört. Und inmitten all dieser Geschichten, dort ist dann die Wahrheit und die Weisheit drin eingewickelt. Auch die sind nach klassischer Chronologie zu Beginn des Kali Yugas geschrieben worden, also auch Itihasas und Puranas, also  3000 vor Christus. Westliche Orientalistik nimmt an zwischen 800 vor Christus und 500 nach Christus, wobei Bhagavad Gita und Mahabharata zum älteren Teil gehört, von denen es heißt zwischen 800 und 500 vor Christus.

ENDE

Dies ist der letzte 33. Teil einer unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Vortrags mit Sukadev Bretz im Rahmen einer Ausbildung bei Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für genauere Erklärungen der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterführende Links:

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Besondere Bedeutung von Yoga

swami s29In den Veden, der letzte Teil der Veden hat für das Yoga eine besondere Bedeutung, und zwar sind das die Upanishaden. Also die Upanishaden sind ein Teil der Veden, das ist der philosophische Teil der Veden.

Die Smritis sind dann, man kann sagen, Gesetzestexte, Regeltexte. So ähnlich wie auch im Alten Testament ist ein ganzes Buch gewidmet, was soll man machen, was soll man nicht machen und zwar recht detailliert. Und so ähnlich auch bei den Smritis stehen da nicht bloß Verhaltenskodexe drin. Da steht auch die Sache mit den vier Ashramas drin, da steht die Sache mit den vier Wünschen, da stehen dann…, Die ältesten Smritis zeugen von einer hohen Intelligenz wie man jetzt hohe spirituelle Weisheiten umsetzen kann in konkrete Handlung. Wie kann eine Gesellschaft zusammenleben, die versucht, nach hohen spirituellen Werten zu leben. Und dann im Laufe der Zeit haben sie immer mehr Smritis dazugesellt, dazu gebastelt, bis es sehr konkret wurde. Und dazu gehören dann auch die Ursprünge des Kastenwesens, dazu gehören dann verschiedene Regeln, an welchem Tag, welcher Mondphase man sich die Haare schneiden kann, oder wann man sich nicht die Haare schneiden sollte, zu welchen Tagen ihrer Periode die Frau Geschlechtsverkehr haben darf und wann nicht, und was Kinder für Pflichten gegenüber den Eltern haben, die Eltern gegenüber den Großeltern usw. Und schließlich ist das ziemlich detailliert geworden. Allerdings die Kastenlosigkeit gibt es in den Smritis nicht. Das hat Gandhi immer gesagt, dass, wenn wir alle alten Schriften anerkennen, finden wir keine Begründung für die ganzen Auswüchse und Missbräuche vom Kastensystem, Kastenlosigkeit usw. Und Swami Sivananda hat gesagt, wir bräuchten einen neuen Manu, einen neuen Gesetzesgeber, der neue Smritis entwickelt. Das heißt, göttliche Spiritualität im übertragenden Sinne, besteht aus Srutis und Smritis. Die Veden werden auch als Srutis bezeichnet, Srutis heißt: Offenbart und ewig gültig. Smriti ist die Überlieferung und modern ausgedrückt ist es etwas, was sich an die soziologische, kulturelle und ökonomische Situation der Zeit immer anpassen muss. Hier kann man auch sehen in den Smritis, das hat sich im Laufe der Zeit fortentwickelt und irgendwann ist es starrer geworden, und zwar ist es dann starrer geworden, als Indien ständig unter Fremdherrschaft war. Indien war durch seinen immensen Reichtum, den es immer hatte, wir vergessen immer, dass bis im 17. Jahrhundert Indien die höchste Lebensqualität hatte und den höchsten materiellen Reichtum auf der ganzen Welt.

In Indien gab es bis Ende des 17. Jahrhunderts keine Hungersnöte. In Europa ist noch im 19. Jahrhundert ein Viertel der Bevölkerung, Irland, an Hunger gestorben; das vergessen wir immer. Erst die Moslems und dann die Engländer und vor allem die Engländer haben systematisch die indische Wirtschaft ruiniert. Die haben ganz systematisch das indische Handwerk kaputt gemacht, den indischen Handel zerstört und ruiniert, sie wollten Absatzmärkte finden für ihre Produkte, die sie durch die industrielle Revolution in Massen hergestellt haben. Im 17. Jahrhundert galt, als die Engländer langsam Indien eroberten, Indien als der Juwel des britischen Empires, denn es hatte einen sehr viel höheren Lebensstandard gehabt, einen sehr viel höheren Reichtum. Auch der Durchschnittsmensch hatte einen erheblich höheren Reichtum als in England. Aber 200 bis 300 Jahre englische Fremdherrschaft hat aus dem reichsten Land der Erde eines der ärmsten Länder der Erde gemacht, das sich aber in den letzten fünfzig Jahren, seit der Unabhängigkeit, ziemlich bekrabbelt hat.

Leute fragen, wenn die indische Kultur so toll ist, warum hungern die? Die waren 700 Jahre unter Fremdherrschaft gewesen, darunter 300 Jahre unter Kolonialismus. Man fragt auch, warum sind die Afrikaner so ein großes Problem? Kolonialismus. Angenommen, wir würden jetzt hier Kunststaaten bilden und da würde zum Beispiel irgendwie ein Drittel von Frankreich, ein Viertel von Deutschland und ein bisschen von Holland dazugehören, das sei dann ein Staat. Und dann mit einem anderen Staat, der woanders ist, und nachher wundert man sich, dass die Leute kein gescheites Nationalgefühl dort entwickeln. Alte Stammestraditionen, alte Volksstammesgrenzen und Sprachgrenzen, Kulturgrenzen wurden nicht beachtet. Die Europäer haben irgendwo eine Konferenz gehabt und anhand diesen und jenen Breitengraden haben sie sich Afrika aufgeteilt, die gewachsene Kultur zerstört, die Händlerkaste vernichtet, denn die waren ja nicht daran interessiert, dass die eigenen Händlerkasten dort irgendetwas machen konnten, sie wollten ja ihre Produkte exportieren und haben dann innerhalb von kürzester Zeit die dortige Kultur in Probleme gebracht. Muss man immer bewusst sein, wenn wir anfangen zu urteilen über andere Kulturen, dass einen großen Teil des Elends die Europäer über diese Welt gebracht haben.

– Fortsetzung folgt –

Dies ist Teil 32 einer unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Vortrags mit Sukadev Bretz im Rahmen einer Ausbildung bei Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für genauere Erklärungen der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterführende Links:

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Die Veden – Offenbarte Wahrheiten, ohne Anfang und ohne Ende

1aqrDie Veden – klassische heilige Schriften

Gut, also ich will kurz über die Schriften sprechen. Es gibt vier klassische Schriften, die sogenannten Veden, die Smritis, die Puranas, die Itihasas.

Die Veden sind die ältesten Schriften, sie gelten als die wichtigsten. Veda heißt wörtlich: Wissen. Die Veden sind die ewigen Wahrheiten, die Gott den großen alten Rishis Indiens offenbart hat. Das Wort Rishi heißt Seher und kommt von Dris, sehen. Er ist der Mantra Drashta, der Seher eines Mantras oder Gedankens. Der Gedanke stammte nicht von ihm. Die Rishis sahen oder hörten die Wahrheiten. Deshalb sind die Veden das Gehörte – ‘Shruti’. Der Rishi schrieb nicht. Er schuf nicht aus seinem Geist. Er sah den Gedanken, der schon da war. Er war nur der spirituelle Entdecker des Gedankens. Er ist nicht der Erfinder der Veden. Die Shrutis heißen Veden oder Amnaya. Die Hindus empfingen ihre Religion durch Offenbarung, durch die Veden. Sie sind direkte intuitive Offenbarungen und gelten als Paurusheya, vollständig übermenschlich, ohne spezifischen Autor. In diesem Sinn sind die Veden ewig. Die Veden sind ewige spirituelle Wahrheiten. Die Veden sind die Verkörperung göttlichen Wissens. Bücher können vernichtet werden, aber das Wissen kann nicht vernichtet werden. Wissen ist ewig. Die Veden flossen aus dem Atem Gottes. Sie sind ohne Anfang und ohne Ende.

Der Veda ist in vier große Bücher unterteilt: Rig Veda, Yajur Veda, Sama Veda und Atharva Veda. Der Yajur Veda hat wieder zwei Teile, Sukla und Krishna. Krishna oder Taittiriya ist das ältere Buch und Sukla oder Vajasaneya ist die spätere Enthüllung an den Weisen Yajnavalkya vom strahlenden Sonnengott, aber das will ich jetzt nicht aufschreiben, das ist vielleicht doch zu viel Sanskrit. Die Veden bestehen aus verschiedenen Teilen. Die Veden sind kein systematisch Buch, sondern eigentlich sind sie Sammlungen. Da gab es eine ganze Reihe von Rishis, sieben Hauptrishis, Brahmarishis, auch Sadhkarishi genannt und einige Dutzend nicht ganz so wichtige Rishis, denen sind die Schriften enthüllt worden, die haben das den Schülern beigebracht und die Schüler haben dann das Wissen dieses Rishis immer weiter gegeben mündlich. Übrigens mündliche Tradition nicht ungenauer ist als schriftliche Tradition, wird heute allgemein akzeptiert. Im Gegenteil, rein schriftliche Tradition ist oft erheblich ungenauer, währenddessen reinmündliche Traditionen, kann man feststellen, dass in den verschiedenen Religionen, wenn sie wirklich die Schrift etwas sehr wertvolles und selbst der Buchstabe wichtig ist, dann sind die überall gleich. Und über Jahrhunderte bleiben sie gleich. Wenn sie irgendwann aufgeschrieben werden und dann die Sache verschollen ist und die Sachen nach Hunderten von Jahren weitergegeben werden, bleibt die Schrift bis auf das i-Tüpfelchen gleich. Also dürfen und sollten wir nicht unterschätzen, wie genau eine mündliche Weitergabe sein kann. Und dann  nach klassischer, indischer Chronologie um 3 500 vor Christus, vor Beginn des Kali Yugas, kam dann einer Namens  Jaka. Und der Jaka soll dann diese ganzen Traditionen gesammelt haben, sie eingeteilt haben in vier Bücher, in die vier Vedas und jedes dieser Bücher in vier verschiedene Hauptkapitel eingeteilt haben, und so die heutige Version der Veden erzeugt haben. Er hat sie also nicht geschrieben, sondern gesammelt. Also von den klassischen Schriften, kann man sagen, wird der größte Teil der Schriften dem Jaka zugeschrieben. Es gibt natürlich westliche Orientalisten, die sagen, das kann unmöglich sein, dass ein Mann das alles gemacht hat, Jaka sei ein Sammelname für eine ganze Menge von Menschen, die als Sammler der Tradition tätig waren. Das hat die westliche Orientalistik gemeint. Die westliche Orientalistik nimmt auch nicht an, dass die Schriften so alt sind, sondern sie nimmt an, dass die Schriften zwischen 1 500 und 800 vor Christus schrittweise niedergeschrieben wurden. Es gibt keine älteren archäologischen Zeugnisse dieser Schriften, allerdings die Induskultur, die mindesten 6 000 Jahre alt ist, hat eine Schrift gehabt, aber man kann sie bis heute nicht entziffern. Es ist eine eigenartige Geschichte, ich denke, das müsste man doch inzwischen schaffen. Also bis heute ist die Induskultur, die Schrift nicht entziffert worden. Vielleicht findet man noch Überreste aus den Veden in diesen alten Inschriften. Es gibt nämlich ein paar Indizien, die zeigen, dass mindestens das, was beschrieben wird, aus einer früheren Zeit ist, also nicht 1 500, 800 vor Christus, sondern älter. Und zwar hat sich jemand die Mühe gemacht, die genauen planetaren Konstellationen, die in den Veden sehr detailliert beschrieben werden, im Verhältnis zu den verschiedenen anderen Sternen ins Verhältnis zu setzen und ist dann zu dem Schluss gekommen, dass um 3 500 vor Christus diese Konstellationen waren, und nicht so wie heute, denn den Sternenhimmel, den wir hier sehen, ist nicht der gleiche wie vor 2 000 Jahren und erst recht nicht der gleiche wie vor 4 000 Jahren oder 6 000 Jahren. So aller 25 000 und ein paar zerquetschte dreht sich praktisch durch die Neigung der Erde,  dreht sich der gesamte Sternenhimmel um 360° von unseren Standpunkt aus. Wen das euch interessierst, müsstet ihr euch damit ein bisschen beschäftigen.

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– Fortsetzung folgt –

Dies ist Teil 31 einer unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Vortrags mit Sukadev Bretz im Rahmen    einer Ausbildung bei Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für genauere Erklärungen der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterführende Links:

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Alles ist Brahman

swami s14Ein Meister, der auf dieser Ebene Padarthabhavani – sieht Brahman überall ist oder der länger auf dieser Ebene verbracht hat, der kümmert sich darum, dass auch alle organisatorischen Weisen, die dort im Ashram sind, im Einklang mit den spirituellen Konflikten sind. Der Meisteri verweilt fast ausschließlich in Brahman, in Samadhi, im höchsten Bewusstsein und sieht alles als Brahman. Ein wenig Karma ist noch zu erfüllen. Wenn er dieses erfüllt hat, folgt: Turiya – Zustand der Befreiung.

Und in Turya hört der Meister ganz auf zu handeln, er hört sogar auf zu atmen, es hört auf, sein Herz zu schlagen, das Karma ist zu Ende; in diesem Zustand kann er sein zwischen drei Sekunden und drei Wochen und dann verlässt er den physischen Körper, der physische Körper wird aufgelöst, der Astralkörper auch, der Kausalkörper auch, er verschmilzt mit dem Höchsten, es gibt keine Persönlichkeit mehr, aber die Gestalt des Lehrers, die Gedanken des Lehrers werden zu einem reinen Gefäß, sodass man also weiter zu diesem Meister beten kann, Hingabe üben kann; er existiert zwar nicht mehr als Person, aber als Manifestation des Göttlichen, die einem weiter helfen kann, Visionen finden kann, leiten kann und führen kann.

– Fortsetzung folgt –

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Identifikation mit Körper und Geist lösen

swami sivananda45In Padarthabhavani hört das Prarabdha karma immer mehr auf und das Doppelbewusstsein, wenn wir eine Waage nehmen, erhöhen sich beide Seiten, da vermischt sich einfach eins mit allem und die spezielle Identifikation mit dem einen Körper und dem Geist wird sehr wenig. Und das führt so weit, dass der Weise nur handelt, wenn er darum gebeten wird. Wenn man ihn nicht stets darum bittet, tut er auch nichts, so weit, im Extremfall, dass er auch nichts isst, wenn man ihn nicht füttert. Anandamayi Ma zum Beispiel, wenn jemand ihr nichts zu essen gegeben hat, dann hat sie einfach nichts gegesssen; ein paar Tage, Wochen, es heißt von ihr sogar, dass sie ein halbes bis ein Jahr ganz ohne Nahrung ausgekommen ist. Aber solang noch etwas Prarabdha Karma da ist, wird der Weise nicht sterben. Ich würde es nicht nachmachen, wenn ihr hier auf Subecha, Vicharana seid, wenn ihr meint, dass ihr nächstes Mal eine Vision habt, dass ihr nichts mehr essen sollt, stellt diese Vision in Frage. Ich kannte mal jemanden, die innerlich so eine Vision gesehen hat, sie sollte nicht mehr essen und deshalb gestorben ist, sie hat sich selbst verhungert.

Zuhörerin: Ob das Durchschreiten der einzelnen Stufen obligatorisch ist oder ob man auch überspringen kann?

Es geht nur dann, wenn man im früheren Leben schon so weit gewesen ist. Also man kann es nicht wirklich überschreiten, aber manchmal, bei manchen Meistern geht es sehr schnell. Also zum Beispiel, bei dem Ramana Maharishi war es so, da war schon die Subecha Ebene da. Eines Tages hatte er die Vorstellung gehabt, er stirbt und wollte es erfahren und da war er gleich auf Padarthabhavani Ebene, Ramana Maharishi hat Samadhi erreicht, ohne weitere Vorbereitungen, aber deshalb, weil er das andere in seinem früheren Leben gemacht hat.

Gut, auf Padarthabhavani ist der Weise nur ein paar Tage oder Wochen, aber es gibt eben auch manche, bei denen heißt es, es sollen mehrere Jahre gewesen sein. Auch bei Ramana Maharshi heißt es auch, dass er wenig Prarabdha karma hatte und er auch wenig getan hatte…, also wenn man ihn um etwas gebeten hat, dass er dieses oder jenes machen sollte, hat er das auch gemacht. Einer wie Swami Sivananda, der war lange auf dieser Ebene, der hat selbst das Management im Ashram in die Hand genommen, der hat selbst seine Schüler ausgebildet, er hat selbst Bücher geschrieben und hat dann eben sehr systematisch ein System auch entwickelt. Bei Ramana Maharshi, da wurde ein Ashram um ihn herum gebaut, er musste das nur erlauben, er hat keine Bücher geschrieben, aus seinen Vorträgen hat man Bücher geschrieben, er hat seine Schüler nicht systematisch ausgebildet, man hat sich nur hingesetzt und die haben eben meditiert. Weshalb übrigens im Ashram von Ramana Maharshi die Kastentrennung voll erhalten blieb. Währenddessen im Sivananda Ashram der Swami Sivananda von Anfang an keine Kasten trennte.

– Fortsetzung folgt –

Dies ist Teil 29 einer unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Vortrags mit Sukadev Bretz im Rahmen einer Ausbildung bei Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für genauere Erklärungen der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterführende Links:

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