Mission von Swami Sivananda

swami s1Dann sah Swami Sivananda als erstes seine Mission, Mantrasingen zu verbreiten. Und es gab dann so eine Phase, wo er mehrere Jahre immer wieder eingeladen wurde auf Kirtankonferenzen, auf Kirtankonzerte usw. Und dann erkannte er aber auch, das reicht jetzt auch nicht aus. Und so merkte er, er will jetzt das Yoga auch weitergeben in seiner Ganzheit, in einem Ashram, und lehrte dann eben den ganzheitlichen Yoga und sagte: „Aber die Mantrawiederholung kann eine gute Grundlage sein, um gerade Menschen, denen es schwerfällt, höhere Bewusstseinsebenen zu erlangen und den Alltag zu spiritualisieren, dort etwas zu geben, damit dies eben gelingt.“ Es gibt auch verschiedene Puranas, die sagen, dass gerade im jetzigen Zeitalter, das so genannte Kali Yuga, die Wiederholung des Mantras der einfachste und der schnellste Weg zur Verwirklichung ist. Die meisten von euch sind vertraut mit dem Konzept der sechs Aspekte des Mantras und die können auch eine Rolle spielen, mit welcher Einstellung wir ein Mantra wiederholen. Und das ist ja auch das Schöne an der Mantrawiederholung, wir können das von ganz unterschiedlichen Aspekten aus machen. Und mal will man das mehr auf die eine Weise und mal auf die andere Weise. Und ich werde es gerade noch mal aufschreiben, was für viele von euch Wiederholung ist, aber für manche eben auch neu sein kann. Rishi ist der Meister und die Meisterlinie hinter dem Mantra. Dann Mantra, der Klang. Dann Shakti, die Kraft des Mantras. Dann Bija, die Essenz des Mantras. Ishta Devata, der Aspekt Gottes, der mit dem Mantra verbunden ist. Und schließlich Kilaka, wörtlich der Pfropfen, aber man kann auch sagen, der Reinigungsaspekt des Mantras.

Dies ist der 2. Beitrag zum Thema „Spirituelle Praxis“. Aus einer unbearbeiteten Mitschrift eines Sprituellen Retreats mit Sukadev Bretz im  Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Mehr Informationen:

Mantra, Schlüssel zur inneren Öffnung

rafaela6Kilaka hat viele Bedeutungen. Es heißt auch Schlüssel, es heißt auch Unreinheit, es heißt auch Pfropfen. Und man kann sagen, Mantra ist wie ein Schlüssel, um die Tore zu öffnen, zum Höchsten zu kommen. Mantra ist wie ein Mittel, um die Pfropfen zu öffnen. Und Mantra ist eine Weise, um die Unreinheiten zu überwinden. Sanskritausdrücke sind oft sehr vielfältig und vielschichtig.

Teilnehmer: „Was ist, wenn man jetzt viele Samskaras hat aus der Vergangenheit, aus seiner frühen Kindheit, Handlungsmuster einfach. Löst man die einfach auch auf mit einem Mantra oder ist es überhaupt möglich, wenn jemand z.B. psychisch krank ist?“

Vom einfachen Standpunkt aus, ist Mantra eine gute Sache. Man merkt, dort kommt jetzt gerade diese Samskara zum Vorschein, die einem auf eine bestimmte Weise denken und fühlen lässt, man kann dann auch sagen, das ist dann wie eine Unreinheit, die da ist. Mantra ist dann wie ein Schlüssel, um dort durchzugehen. Und dann wiederholt man das Mantra und geht jenseits davon. Es gibt natürlich noch mehr dazu zu sagen. Wenn dich das von einer tieferen Warte aus interessiert, schreibe es nochmal auf einen Zettel, dann kann ich dort mehr darauf eingehen. Aber jetzt vom Standpunkt des Mantras, mit Mantra kann man sehr wohl auch da durchgehen. Wir müssen nicht unbedingt jede Samskara auflösen, um zum Höchsten zu kommen. Das ist nicht notwendig. Es kann hilfreich sein fürs Leben, andere Reiz-Reaktionsmuster aufzubauen und nicht gefangen zu sein in dem, was man vielleicht an eigenartigen Tendenzen aus der Kindheit, aus diesem Leben oder vor 326 Leben, mitbekommen hat. Aber eine Weise wäre, mit dem Mantra jenseits davon zu gehen. Und wenn es einem gelingt, mit dem Mantra jenseits von diesen Samskaras zu gehen, fällt es sogar leichter, die Samskaras zu ändern.

Dies ist der 6. Beitrag zum Thema „Spirituelle Praxis“. Aus einer unbearbeiteten Mitschrift eines Sprituellen Retreats mit Sukadev Bretz im  Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Mehr Informationen:

Spirituelle Praxis, Teil 1: Wie meditiert man mit einem Mantra

Sukadev_laechelt_vor_MikroEine der einfachsten und machtvollsten Weisen, Leben spirituell zu führen und immer wieder sich spirituell zu verankern, ist die Wiederholung eines Mantras. Swami Sivananda hat die Wiederholung eines Mantras sehr betont und wenn Schüler ihn gefragt haben: „Was kann ich machen, wenn mir die Meditation schwerfällt?“  Dann hat er gesagt: „Wiederhole ein Mantra.“ Wenn ein Schüler gesagt hat: „Was kann ich machen, wenn ich wenig Zeit habe am Tag, um spirituell zu praktizieren.“ Dann hat er gesagt: „Wiederhole ein Mantra.“ Wenn Menschen gesagt haben, sie verlieren immer wieder den spirituellen Zugang und im Alltag kommen sie in die Emotionen und verlieren dieses subtile Bewusstsein, das sie im Sadhana haben.“ Da hat er gesagt: „Wiederhole ein Mantra.“ Wenn Menschen ihn gefragt haben: „Was ist der Unterschied zwischen den Schülern von dir, die gute Fortschritte machen und denen, die wenig gute Fortschritte machen?“ Dann hat er zwei Antworten gehabt. Die eine war: „Die, die gute Fortschritte machen, die führen ein spirituelles Tagebuch und die anderen nicht. Und die, die gute spirituelle Fortschritte machen, wiederholen ein Mantra.“ So ist also Mantrawiederholung etwas Hilfreiches, sowohl während einem intensiven Retreat als auch im Alltag. Und es kann eine gute Sache sein, wenn ihr sagt: „In dieser Woche will ich jetzt ganz besonders viel und intensiv das Mantra wiederholen.“ Wir haben ja auch Mantra-Meditation-Intensivwochen, wo die Wiederholung des Mantras noch mehr im Mittelpunkt steht, aber ihr könnt gerade heute die Mantrawiederholung als einen besonderen Teil des Tages nehmen. Swami Sivananda war auch jemand, der über das Verbreiten von Mantras einen besonderen Sinn seiner Mission gesehen hat. Man kann sogar sagen, Swami Sivananda wurde über die Verbreitung von Mantras erst dazu gebracht, wirklich intensiv Yoga weiterzugeben. Als Swami Sivananda intensiv praktiziert hatte – so von 1923 bis 1930 oder 1931 war so die Phase, wo er ganz intensiv praktiziert hatte und dann kam er, vermutlich um 1930 zu Nirvikalpa Samadhi, dort wollte er zunächst Yoga nur an wenige Schüler weitergeben oder sogar gar keine Schüler annehmen. Er hatte mehr gedacht, seine Aufgabe wäre so, das Leben eines Zurückgezogenen zu führen. Und dann erschien ihm Krishna. Und Krishna erschien ihm – wir wissen nicht genau, wie es tatsächlich war, denn was dort im Überbewusstsein, in Visionen passiert, das ist einer Beschreibung nicht zugänglich. Aber er hat es mal so poetisch ausgedrückt: „Krishna erschien mir und sagte: Sivananda, ich habe den Becher deines Lebens gefüllt mit dem göttlichen Namen, gehe und teile ihn mit allen. Ich werde dich stets erfüllt halten oder ich werde den Becher stets gefüllt halten.“

Dies ist der 1. Beitrag zum Thema „Spirituelle Praxis“. Aus einer unbearbeiteten Mitschrift eines Sprituellen Retreats mit Sukadev Bretz im  Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Mehr Informationen:

Guru und Schüler – Anekdoten, Geschichten und Einsichten

Um zu erfahren, was ein Guru ist und wofür ein Guru hilfreich sein kann, sind Anekdoten vermutlich das beste Mittel. Wenn die Schüler von ihrem Meister erzählen, wird klar, wie spirituelles Wissen vermittelt wird. Yoga ist eben nicht einfach nur Praktizieren von Übungen oder intellektuelle Einsicht. Yoga muss wirklich gelebt werden, einen tief ergreifen, das Bewusstsein transformieren bzw. das wirkliche Bewusstsein durchschimmern lassen.

In unterem Yoga-Video erzählt Sukadev einige Anekdoten über seinen Guru, Swami Vishnu-devananda. Lass dich inspirieren:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=CRw9Foyp2hk[/youtube]

Dies ist eine Aufnahme eines Samstag-Abend-Satsangs bei Yoga Vidya Bad Meinberg

Der Guru als Überbringer des Lichtes

Ein weiteres Yoga-Video: Sukadev, Gründer und Leiter von Yoga Vidya, spricht über den Guru als Überbringer des Lichtes. Guru heißt ja wörtlich „derjenige, der den Schleier der Dunkelheit lüftet“ – letztlich derjenige, der das Licht bringt. Das ist mindestens eine der vielen Bedeutungen des Wortes Guru.

Unterer Vortrag ist recht kurz. Er ist eine Interpretation des Liedes „Jyota se Jyto Jagavo – Sadguru Jyota Se Jyota Jagave“. Dieser Vortrag ist eine Aufnahme aus dem Morgen-Satsang bei Yoga Vidya Bad Meinberg.

Hier also das Video:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=1oZq-eCuWmw[/youtube]

Sukadev zum Thema Karma Yoga – weiteres Video

Hier siehst du Sukadev, wie er über Karma Yoga spricht. Dieses Video ist Teil einer Video-Reihe über die sechs Yoga-Wege. In diesem Blog hast du ja schon den Vortrag von Sukadev über alle sechs Yoga-Wege gesehen. Sukadev hat einen recht umfassenden Ansatz, wenn er über Karma Yoga spricht – auch wenn es nur 5 Minuten sind, wie hier: Karma Yoga heißt Enthusiasmus. Karma Yoga heißt, aktiv werden. Karma Yoga heißt, seine Talente zu entfalten. Karma Yoga heißt, liebevoll mit anderen umzugehen. Karma Yoga heißt, loszulassen, sich von Verhaftungen zu lösen, sich als Instrument Gottes fühlen… Bevor ich dir hier alles verrate, schaue dir dieses [youtube]https://www.youtube.com/watch?v=pjWHbwp3vcE[/youtube] an:

Karma Yoga als Teil der sechs Yoga-Wege zu Befreiung

Im letzten Video in diesem Blog hast du einen Vortrag von Sukadev gesehen und gehört über die vier Yoga Wege. Hier ein Video, in dem Sukadev spricht über die sechs Yoga-Wege. Er beschreibt hier, wie Karma Yoga Teil des ganzheitlichen Yoga-Weges ist.

Bei der Einteilung in sechs Yogawege ist besonders wichtig: Eigentlich sind es nicht sechs verschiedene Yoga-Wege, sondern ein ganzheitlicher Yoga-Weg, der sich an die verschiedenen Aspekte des Mensch-Seins richtet:

  • Jnana Yoga richtet sich an den Intellekt, die philosophische Suche, und lehrt, wie man den Intellekt nutzt, um die Fragen des Menschseins zu ergründen
  • Raja Yoga richtet sich an die Psyche und lehrt, wie man mit seinem Denken und Fühlen umgeht
  • Bhakti Yoga richtet sich an die Emotionen und lehrt, wie man mittels Entwicklung von Gottesliebe sein Herz ganz öffnet
  • Karma Yoga richtet sich an den Wunsch nach Handlung, an die tiefe Motivation, etwas zu bewirken, und lehrt, wie man seine Schaffenskraft zum Wohl anderer einsetzt
  • Kundalini Yoga richtet sich an das Energiesystem des Menschen. Kundalini Yoga lehrt, wie man seine Energien aktivieren kann, sein Energiefeld harmonisch gestalten kann, und ausreichend Kraft für all seine Aufgaben bekommt
  • Hatha Yoga richtet sich an den menschlichen Körper. Das Instrument muss gesund und stark gemacht werden – dann gehen die anderen Yoga-Wege leichter. Und Hatha Yoga an sich hilft, die Grenzen von Körper und Geist zu transzendieren.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=1ziBMjP6_6w&feature=channel_video_title[/youtube]