Was ist das Richtige auf dem spirituellen Weg

swami sivananda43Wir bemühen uns um Ethik, wir bemühen uns, Gott zu dienen, wir bemühen uns, an uns selbst zu arbeiten, wir bemühen uns, Gutes in der Welt zu bewirken. Und dann gibt es zum einen Sachen, wo wir immer noch nicht wissen, was ist eigentlich das Richtige, und zum anderen, wo wir vielleicht sogar wüssten, was das Richtige ist, aber wir kriegen es nicht hin. Also, in all diesen Situationen, Gott darbringen, Ishvara Pranidhana. Also, das kann man in vielerlei Hinsicht nehmen. Erst Swadhyaya, im Sinne von verstehen, wohlwollend verstehen. Wohlwollend verstehen, was in einem selbst passiert, was in einem selbst dort ist. Das zweite, daraus Tapas ableiten: „Wie kann ich dort selbst etwas ändern?“ Oder: „Wie kann ich jetzt selbst im Sinne von Raja, die Führungspersönlichkeit, die mit meinen Gedanken umgeht, wie kann ich das dort machen?“ Durchaus auch mal Tritt in den Hintern, durchaus auch mal sagen: „Jetzt erst recht.“ Wenn man morgens aufwacht, man hat sich vorgenommen: „Um 05:00 Uhr will ich im Shivalaya meditieren.“ Irgendwo, Wecker klingelt um 04:30 Uhr. Dann versteht man: „Ah, da ist Müdigkeit. Ah, schon wieder dieser Uraltinstinkt, so wie ich mir was Gutes vorgenommen habe, kommt der Torpedierer im Geist gleich in Gang“. Und dann sagen: „Und ich stehe trotzdem auf.“ Tapas. Oder man stellt fest, Ishvara Pranidhana: „Oh Gott, ich kriege es nicht hin. Du hast jetzt fünf Minuten Zeit, entweder Du machst mich wach oder ich bin eingeschlafen.“ Das funktioniert in jedem Fall, entweder man ist wach oder man schläft ein. Man kann es auch so Gott sagen: „Gott, entweder in fünf Minuten bin ich eingeschlafen oder ich stehe auf.“ Gottes Entscheidung. So mache ich es relativ häufig. Manchmal um 03:30 Uhr oder 04:00 Uhr oder 04:15 Uhr wache ich irgendwie auf und dann sage ich dann immer: „Gott, Du hast fünf Minuten Zeit, mich entweder einschlafen zu lassen oder ich stehe auf.“ Aber wenn der Wecker klingelt, mache ich das dann nicht, ich habe dann zum Schluss noch den Wecker gestellt, spätestens wenn der klingelt, stehe ich auf, da gibt es auch keine Frage dort. Wir können unseren Geist entsprechend trainieren.

Dies ist der 59. Beitrag zum Thema „Spirituelle Praxis“. Aus einer unbearbeiteten Mitschrift eines Sprituellen Retreats mit Sukadev Bretz im  Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Mehr Informationen:

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