Aspekte eines Mantras

ganesha8Wenn man ein Mantra wiederholt, kann man sich bewusstmachen, das ist der Rishi-Aspekt, dass hinter dem Mantra die großen Meister stecken. Jedes Mantra wurde einem großen Meister enthüllt in der Meditation, im Überbewusstsein. Dieser Meister hat dann das Manta seinem Schüler weitergegeben. Der Schüler hat dadurch auch das höhere Bewusstsein erlangt. Der Schüler hat dann wieder andere Schüler initiiert und so sind diese Mantras uns weitergegeben worden. Und wir können auch z.B. sagen, wenn man ein Mantra wiederholt und ihr euch besonders in der Tradition von Swami Sivananda fühlt, könnt ihr euch auch ganz bewusstmachen: „Ja, Swami Sivananda hat die Wiederholung eines Mantras sehr stark geschätzt. Wenn ich das Mantra wiederhole, dann fühle ich mich besonders verbunden mit Swami Sivananda. Oder ihr könnt auch sagen: „Ja, Swami Sivanandas Mission als großer Lehrer, der so viele gelehrt hat, hat begonnen mit dieser Vision von Krishna und dort hat Krishna ihm besonders als Aufgabe gegeben, den göttlichen Namen und damit die Mantras weiterzugeben. Wenn ich also das Mantra wiederhole, bin ich im besonderen Maße in dieser Energie von Swami Sivananda dabei.“ Wenn ihr einen anderen Meister habt in der Yogatradition, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie auch ein Mantra besonders geschätzt haben, denn das tun die meisten klassischen Yogameister. Und auch natürlich nicht nur die direkten Meister jetzt, sondern da steckt die ganze Kraft der Meister dahinter. So kann man, wenn man ein Mantra wiederholt, sich besonders verbunden fühlen mit dem Meister, den Meistern. Man kann das umso mehr, wenn man eine Einweihung in ein Mantra bekommen hat, in einer bestimmten Tradition, man kann es aber auch machen, ohne eine Einweihung zu haben, sich mit dem Meister verbunden zu fühlen. Zweiter Aspekt ist Matra. Matra heißt einfach, der Klang des Mantras. Wenn man ein Mantra wiederholt, kann man sich auch einfach auf den Klang des Mantras konzentrieren. Man kann sagen, unser Prana schwingt in verschiedenen Schwingungsebenen. Wir können eine sehr grobstoffliche Pranaschwingung haben, wir können eine unruhige Pranaschwingung haben, wir können eine spirituelle Pranaschwingung haben. Und wiederum die Pranaschwingung hat einen Einfluss auf unseren Körper. Wiederum die Pranaschwingung hat einen Einfluss auf unsere Emotionen und unser Denken. Letztlich, gerade vom Kundalini Yoga Standpunkt aus ist alles Schwingung. Und indem wir ein Mantra wiederholen bringen wir unseren Geist, unser Denken in eine harmonische Schwingung, eine spirituelle Schwingung. Das hat Einfluss auf unser Prana, das hat Einfluss auf unseren Körper und das bringt uns die Erfahrung Gottes.

Dies ist der 3. Beitrag zum Thema „Spirituelle Praxis“. Aus einer unbearbeiteten Mitschrift eines Sprituellen Retreats mit Sukadev Bretz im  Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Mehr Informationen:

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