Befreiungsmantras

krishna17Es gibt tatsächlich zu jedem der großen Mantras, jedem Moksha Mantra, einen Rishi und der ist auch bekannt und die stehen auch in den Mantra Shastras drin. Es gibt das Buch „Japa Yoga“ und wer Devanagari lesen kann, da steht dann für die meisten der Moksha Mantras auch drin, wer der Rishi ist.

Teilnehmer: „Vor wie vielen Jahren war das?“

Die Rishis haben in vedischer Zeit gelebt. Nach klassischer indischer Chronologie zwischen 6000 v.Chr. und 3000 v.Chr.

„Ist es ok, das Mantra auch dem aktuellen Zustand anzupassen, die Art und Weise der Mantra-Rezitation, sehr laut, sehr heftig vielleicht auch mal das Mantra zu wiederholen?“

Ja, Swami Sivananda hat das sehr empfohlen, dass man auch variiert, wie man das Mantra wiederholt. Also, zum einen kann man es – gut, bitte nicht in der Gruppe hier in der stillen Meditation – aber wenn man allein wäre, kann man auch das Mantra laut wiederholen, man kann es singen, man kann es auch flüstern, man kann es sanft geistig wiederholen, man kann es intensiver wiederholen. Was für viele hilfreich ist, ist auch, das Mantra zu beschleunigen. Einatmen: „Om Namah Shivaya, Om Namah Shivaya, Om Namah Shivaya usw.“ Man kann z.B. vierundfünfzig Mal das Mantra einatmen, und vierundfünfzig Mal das Mantra ausatmen. Man kann es sogar hundertacht Mal einatmen und hundertacht Mal ausatmen, für jemanden, der mit Pranayama viel anfangen kann. Man kann es aber auch nur vier Mal ein- und ausatmen. Man kann es stattdessen auch sehr langsam wiederholen, einatmen, „Om Namah“, ausatmen, „Shivaya“. Man kann nach jeder Mantrawiederholung einen Atemzug Pause machen. Einatmen, „Om Namah Shivaya“, ausatmen, „Om Namah Shivaya“, Pause. Man kann es ganz sanft wiederholen oder man kann es mit Intensität wiederholen. Man kann sich an Gott wenden. Wenn man eine persönliche Gottesbeziehung hat, und gerade wenn man zu Gott die Beziehung als Freund hat, kann man auch mit Gott ärgerlich sein und das Mantra intensiv wiederholen. Man kann Gott sehr dankbar sein und das Mantra wiederholen. Man kann voller Liebe es wiederholen. Man kann darum bitten, Kraft zu bekommen für den Alltag.

Grundsätzlich ja. Das wäre jetzt als Mantrasingen und Musikinstrument, natürlich, das kann helfen, den Geist zu erheben. Man kann das Mantra eben singen, mit oder ohne Musikinstrument, mit oder ohne Klatschen, Handgesten, Tanzen. Es ist ja vieles möglich gerade im Bhakti Yoga. Wir können das Mantra für die Meditation verwenden und am ganzen Tag wiederholen, immer wieder, um spirituelles Bewusstsein in den Alltag zu bringen.

Dies ist der 7. Beitrag zum Thema „Spirituelle Praxis“. Aus einer unbearbeiteten Mitschrift eines Sprituellen Retreats mit Sukadev Bretz im  Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Mehr Informationen:

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