Positive Affirmationen

ae3Man kann sich etwas vornehmen für heute und sagen: „Ich freue mich darauf, das und das zu machen.“ Oder wenn man irgendwo feststellt, man ist müde, kann man auch sagen: „Ja, auf der einen Seite bin ich jetzt müde, aber ich merke, wie ganz tief in mir jetzt eine neue Kraft kommt und ich weiß, in einer Viertelstunde bin ich voller Energie. Und auf einer momentanen Ebene bin ich müde und kaputt und habe keine Lust. Aber ich merke, wie tief von innen heraus eine große Kraft kommt. Und in zwölf Minuten bin ich voller Kraft und Energie und ich freue mich darauf.“ Dann kann man sich noch visualisieren, wie man dort voller Freude herangeht. Man kann auch fragen oder eine andere Möglichkeit wäre: „Wie wäre ich, wenn ich jetzt voller Energie wäre? Wie würde ich aussehen? Wie würde stehen? Wie würde ich gehen? Wie würde ich atmen?“ Oder: „Angenommen, ich wäre heilig. Wie würde ich jetzt mit diesem Menschen umgehen, die mich gleich zerreißen werden?“ In manchen betrieblichen Kontexten kann es das geben. In manchen familiären Kontexten mit mehreren Kindern kann es das geben usw. In manchen Eigentümerversammlungen kann es das geben. Meine Mutter hat mir da vor kurzem irgendwas erzählt. In manchen Vereinen kann es so gehen. Dann kann man irgendwo sich sagen: „Wie wäre ich, wenn ich ein Heiliger wäre?“ Und dann kann man sich vorstellen: „Dann tue ich einfach so, als ob ich einer wäre und schaue mal, wieweit ich das machen kann.“ Das ist Affirmation, Visualisierung und diese können wir auch nutzen. Samyama, die letzte der Techniken. Jede der Techniken kann man jahrelang und sein ganzes Leben lang üben. Samyama wäre, konzentriert bei dem zu sein, was gerade anliegt. Eine der vielen Manifestation von Samyama, wo man seinem Geist einfach sagt: „Ich mache jetzt das.“ Und der Geist sagt: „Ja, wäre es nicht besser, das zu machen. Und außerdem könnte ich noch das machen. Und das könnte ich auch noch machen.“ Und manchmal ist es dann gut, man hat irgendwo einen Zettel und schreibt dann auf. So wie, Satyadevi hat immer zwanzig gelbe Zettel an ihrem Computer hängen. Sehr kreativ, ständig neue Ideen, werden schnell drangeheftet. Und dann, wenn man das so macht, dann sind irgendwo die tausend Ideen, irgendwo kann man ihnen nachher nachgehen und dann kann man das machen, was man sich eigentlich vorgenommen hat. Das ist auch eine Weise, wie man dann Samyama beibehalten kann. Also, schreibt es auf, was man sonst noch an tollen Ideen hat und sagt: „Später.“ Und dann geht man dort ran. Und wenn man etwas wirklich mit Konzentration und Bewusstheit macht, dann entsteht dort auch eine Energie, dann entsteht dort auch eine Kraft. Und dann entsteht dort auch irgendwo innen so ein Feuer, dass man das machen will. Und manchmal, wenn das Feuer noch nicht da sein will, dann sagt man: „Ich bin voller Kraft und Energie, mir geht es gut und ich freue mich, dass ich gleich das gut machen werde.“ Also, wir können einiges tun, um unseren Geist Kraft zu geben, unserem Geist Freude zu geben, Energie zu geben, bei einer Sache zu bleiben. Und auch das ist eine Form von Raja Yoga.

Hari Om Tat Sat

Dies ist der 64. Beitrag zum Thema „Spirituelle Praxis“. Aus einer unbearbeiteten Mitschrift eines Sprituellen Retreats mit Sukadev Bretz im  Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Mehr Informationen:

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