Mittelweg auf dem spirituellen Weg

krishna17Es ist ein großes Paradox, Krishna sagte in der Bhagavad Gita, 6. Kapitel: Yoga ist nicht für Menschen, die zuviel schlafen und auch nicht für Menschen, die zu wenig schlafen, Yoga ist nicht für Menschen, die sich zu wenig ausruhen oder zu viel, die zu wenig essen oder zu viel essen, die zu wenig oder zu viel praktizieren, wir müssen einen Mittelweg finden.

Nochmals Krishna empfiehlt den Mittelweg. Es ist leicht, in Extreme zu verfallen. Finde heraus, was du brauchst, wie du die Grundbedürfnisse sattvig (rein) befriedigen kannst, hänge aber nicht daran. Das gilt beim Essen, beim Schlafen, bei verschiedenen Formen der Regeneration etc. Jemand, der zuviel isst, lebt ungesund. Jemand, der zu wenig isst, wird entweder träge oder nervös. Die meisten Menschen brauchen 6-7 Stunden Schlaf, manche auch nur 5, wenige 8. Wenn du zu wenig schläfst, wirst du reizbar oder träge werden und schläfrig in der Meditation. Wenn du zu viel schläfst, versäumst du wertvolle Zeit, die du besser für Sadhana und Seva (Dienen) verwenden könntest. Außerdem senkt auch ein Übermaß an Schlaf die Lebensdauer und kann zu einer depressiven Stimmung führen.

Krishna verspricht dir: Wenn du so regelmäßig Meditation in Verbindung mit Karma Yoga im Alltag übst, wirst du das höchste Ziel des Lebens, nämlich die Befreiung, die Einheit mit Gott, den höchsten Frieden, erfahren.

Das höchste Selbst ist eine Verkörperung von Frieden. Es ist ein Ozean von Frieden. Wenn man den höchsten Frieden des Ewigen erlangt hat, weil man die Erscheinungsformen des Geistes zu kontrollieren vermag und ihn immer ausgewogen halten kann, erreicht man Befreiung,

Jetzt haben wir uns relativ lang bei Vicharana aufgehalten, das ist nämlich die Stufe, wo die meisten der hier Anwesenden sich aufhalten. Ihr seid so weit, dass ihr praktiziert, ob ihr schon fest verankert seid, ist eine andere Sache.

Gut, aber es ist etwas Schönes, es ist etwas Erhebendes und das führt irgendwann zu Tanumanasa, das Ausdünnen des Geistes.

Tanumanasa heißt: Die Wünsche sind ausgedünnt. Wir wollen das, was gut für uns ist. Die Intuition ist erwacht, zweites Kriterium. Und jetzt ist die Intuition das Wichtigste. Auf der zweiten Stufe war Viveka, die Unterscheidungskraft, das Wichtigste von allem. Hier in Tanumanasa ist die Intuition erwacht, wir handeln aus der Intuition heraus.

– Fortsetzung folgt –

Dies ist Teil 22 einer unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Vortrags mit Sukadev Bretz im Rahmen einer Ausbildung bei Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für genauere Erklärungen der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterführende Links:

Umfangreiche Informationen zur Yogalehrer Ausbildung

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