Meditation

meditation2Die nächste, die dritte Stufe ist Meditation: Die Meditation wird tief und wir finden tiefe Befriedigung in der Meditation. Das sind so drei Hauptkennzeichen. Und daher ist Tanumanasa eine sehr schöne Periode und wenn wir fest verankert sind auf Tanumanasa, dann ist es auch das, was in der Bhagavad Gita bezeichnet wird als Gita Prakna – ein Mensch beständiger Weisheit. Und jemand, der auf Tanumanasa sich dauerhaft befindet, ist auch ein Meister, eine Meisterin. Ab dort können wir einem Lehrer gut vertrauen.

Das Erste ist: Wir wollen das, was gut für uns und andere ist. Die selbstsüchtigen Wünsche und niederen Wünsche sind schwach geworden.

Das Zweite ist: Die Intuition ist erwacht und führt uns recht zuverlässig.

Und das Dritte ist: In der Meditation erreichen wir die Dianaebene, die Meditation wird tief und daher wird die Meditation wunderschön und befriedigend.

Manche Menschen haben eine vorübergehende Phase von Tanumanasa, das nennt sich spirituelle Hochzeitsreise. Es ist eine Phase, wo wir uns wunderbar fühlen: Das Herz ist offen, wir haben natürliche Liebe zu anderen, wir haben Liebe zu Gott, wir fühlen uns verbunden zu Gott oder zum Meister, wir brauchen vielleicht weniger Schlaf, wir wollen nur praktizieren, wir wollen anderen Menschen helfen – eine wunderschöne Phase. Und es erscheint uns so ganz nah, Gott und Verwirklichung, plötzlich ist das so etwas wirklich Schönes. Wer von euch hat so eine Phase schon einmal andeutungsweise erlebt? Immerhin die Hälfte.

Und dann auf der Ebene gibt es die Gefahr des spirituellen Egos, dann identifizieren wir: Ah, ich bin schon so heilig! Und in diesem Moment, wo dieses spirituelle Ego kommt, dann… verlieren wir es auch schon. Dieses spirituelle Ego sollten wir dort vermeiden. Es ist ja auch in der Meditation oft das, was uns aus der Tiefenmeditation herausholt, was eine tanumanasische Erfahrung ist, wenn man auf die Dianaebene kommt. Was uns dort herausholt, ist: Ah, jetzt hab ich `s! da ist also das Ego in dem Moment drin. Und daher ist es wichtig, dass wir unser Ego schon vorher abbauen, selbstlosen Dienst üben und Gott widmen und uns nicht identifizieren. Aber es ist realistisch gesehen eine große Gefahr durch die auch alle Meister mal durchgehen, eben dieses spirituelle Ego, sich etwas darauf einbilden ihrer überlegenen Fähigkeiten, die ja tatsächlich da sind. Und wenn man diesem Ego entsagt, es loslassen kann oder zu Gott betet, darum bitten, dass er das Ego einem nimmt, dann kommt man irgendwann zu Sattwapati, das Erlangen von Reinheit. Und was erlebt man dort? – die Siddhis.. Und Siddhis sind die übernatürlichen Kräfte, die übernatürlichen Fähigkeiten.

– Fortsetzung folgt –

Dies ist Teil 23 einer unbearbeiteten Niederschrift eines Mitschnitts eines Vortrags mit Sukadev Bretz im Rahmen einer Ausbildung bei Yoga Vidya Ashram Bad Meinberg. Für genauere Erklärungen der Sanskrit Ausdrücke kannst du nachschauen im Yoga Wiki. Hier ein paar weiterführende Links:

Umfangreiche Informationen zur Yogalehrer Ausbildung

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